California here we come …. Teil I

Nachdem ich meinen Ron Anfang Juli 2015 geheiratet habe (hier könnt ihr nochmal die wunderschönen Bilder von unsrer lieben Frau Herz Fotografie sehen – es war traumhaft und leider viel zu schnell vorbei), konnten wir letztes Jahr im Oktober unsre langersehnte Hochzeitsreise nachholen.
Für uns war schon vor der Hochzeit klar: wir wollen nach Kalifornien & Las Vegas. Und dann war es auch endlich soweit! Fix und fertig von einer wunderschönen, aber anstrengenden Hochzeitssaison (die aber noch nicht zu Ende war), sind wir endlich mit dem Auto nach Frankfurt zum Flughafen gefahren. Denkste!… Da wir unsre schöne Wohnung unseren Trauzeugen anvertraut hatten, haben wir am Vorabend alle Wohnungsschlüssel abgegeben (unabhängig voneinander oder auch einfach mit dem Kopf schon im Flugzeug).

Nun haben wir am Samstag früh – 5 Stunden vor Abflug – das Haus verlassen und standen mit dem Autoschlüssel vor unsrer Garage. Natürlich hatten wir den Garagenschlüssel auch abgegeben (Wer kann denn so blöd sein!!!!), also: kein Auto, kein Wohnungsschlüssel, kein Garagenschlüssel und keiner geht früh um halb 6 ans Telefon. HILFE! Das fängt gar nicht gut an. Warum geht denn auch keiner ans Handy an einem kalten Samstagmorgen? Wir haben bestimmt eine halbe Stunde ununterbrochen angerufen bis wir dann endlich Rons Papa erreicht haben. Der hatte zwar kein Schlüssel, aber er konnte den Ron abholen, um ihn zum Schlüssel zu bringen. Die zwei sind dann in die Richtung von meiner Mama&Schwester gefahren, in der Hoffnung, dass meine Schwester auch da ist und den Schlüssel gleich bereit hat. In meiner Wartezeit mit den beiden Koffern vor der Garage, ist meine Mama dann auch endlich mal ans Handy gegangen und hat in aller Ruhe gefragt: „Mensch Kind, warum ruft ihr denn so früh an? Ich hab mir schon eine halbe Stunde lang im Halbschlaf gedacht: welcher Idiot ruft mitten in der Nacht an?“. Ich brülle voller Verzweiflung ins Handy: „Mama wir brauchen den Garagenschlüssel, schnell geh zur Natalie und wecke sie auf, der Ron ist schon auf dem Weg zu euch!!“ – „Was???? – deine Schwester schläft doch noch, die kann ich doch jetzt nicht einfach aufwecken! Und wie gehts euch sonst so? Seid ihr denn schon aufgeregt wegen dem Flug? Hast du denn schon was gefrühstückt? Und wie gehts den Katzen?“….. -.-

Nach einer gefühlten Ewigkeit, vielen Nerven und Herzasen, hat es dann irgendwie doch geklappt. Wir konnten unser Auto schnappen und somit ging es endlich los. Ein bisschen geschockt, aber zufrieden. Wir sind auch rechtzeitig am Flughafen angekommen, Koffer abgegeben und sind erstmal schön frühstücken gegangen.

Hier kam gleich der nächste Schock, bei dem ich nicht wusste, ob wir bei versteckter Kamera sind: ein Polizist kommt auf uns zu, bittet uns aufzustehen und das Stockwerk zu verlassen … „Bitte was? Aber ich hab doch gar nichts gemacht. Ich pack die Kamera auch wieder ein, wenn das hier nicht gewünscht ist.“ – „Die Kamera ist kein Problem. Haben Sie Ihren Koffer verloren?“ – „Unsre Koffer?? Wie können die so schnell verloren gegangen sein, wir haben die doch vor 5 Minuten erst bei der Airline abgegeben?!!!!!“ – „Dann ist der verlorene Koffer, der hier rumsteht nicht Ihrer? Dann verlassen Sie bitte schnell das Stockwerk“ „Waaaaaaaaaaas – Schatz weg hier“ ….  -> kleine Bombengefahr wegen einem alleinstehenden Koffer. Ok, das reicht. Schnell ins Flugzeug! Ich brauch einen Wein… 😀

Aber irgendwann sind wir dann auch endlich heil in Las Vegas angekommen und alles hat wunderbar geklappt. Am Flughafen haben wir dann gleich unsren Jeep mitgenommen, der uns zwei Wochen lang begleitet hat. Dann kann es endlich losgehen. Flitterwochen – hier sind wir!!

Unsre Ziele waren

  • Las Vegas
  • Death Valley
  • Yosemite
  • San Francisco
  • Pismo Beach
  • L.A.
  • Palm Springs

Natürlich wollten wir noch ganz viele andere Dinge anschauen, aber wir mussten einfach ein paar Kompromisse schließen, da wir nicht genügend Zeit hatten.

Die ersten 3 Nächte haben wir in der Glitzerstadt Vegas verbracht. Wir sind dort den Strip auf- und abgelaufen bis unsre Füße gebrannt haben, haben bei Starbucks reichlich Koffein getankt, sind mal durch alle Casinos & Hotels geschlendert, haben uns mit dem Welcome-Sign fotografieren lassen, das wundervolle, heiße Wüstenwetter genossen und waren ein bisschen im Outlet shoppen.  Zwischendurch hatten wir sogar noch ein wenig Zeit um einen Ausflug zum Hoover Dam & einer kleinen „Geisterstadt“ zu machen.

Außerdem haben wir gaaaaaanz viel geschlemmt 🙂 Ich habe von zuhause aus gleich für den 2. Abend einen Tisch beim Hard Rock Café in Vegas reserviert, da ich mal in anderen Städten, wie z.B. London, ohne Reservierung fast 1 Stunde warten musste. Das ist uns diesmal nicht passiert. Hier haben wir uns ordentlich vollgestopft – aber ein Eis geht immer, oder?! 😀 Ich fande Vegas toooooll! Natürlich ist es ein Touri-Ding, aber abgesehen davon kann man sich hier mit dem Geschehen treiben lassen, das Glitzer-Zeug genießen und wenn man den Strip entlang läuft, kann man die ganze Zeit dabei Musik hören. Für uns war es in diesem Moment einfach perfekt. Ganz zu schweigen von dem LICHT <3 Das muss ich als Fotografin einfach sagen 🙂 Unsre Unterkunft hatten wir mitten auf dem Strip – so konnten wir alles bequem ohne Auto erreichen und uns zwischendurch mal kurz im Zimmer frisch machen.

Nach den ersten Tagen Vegas sind wir dann mit unsrem Jeep Richtung Death Valley losgefahren. Auf dem Weg dorthin kam auch einfach ewig…NIX. Nur Wildnis, Freiheit, Berge, die weite Landschaft … und dann haben wir auch endlich das Schild vom Nationalpark erreicht gehabt 🙂
Für alle, die es dorthin zieht: wenn da steht, dass es die letzte Tankstelle ist, dann unbedingt tanken 😀 Wir haben dann im Park tanken müssen, weil wir beide der Meinung waren, dass nach der „letzten Tankstelle“ ja sicherlich noch eine vor dem Park kommen wird – nein! 😀  Und wenn ein Schild kommt, auf dem steht: ab hier könnte Hitzegefahr drohen – JA das ist definitiv möglich 😀 Unbedingt genug Wasser mitnehmen!

Wir haben uns dann verschiedene Viewpoints angeschaut, z.B. Dante’s View – WOW was für eine Aussicht.
Nachdem wir ganz viel angeschaut und überall Bilder gemacht haben, mussten wir noch ein wenig Serpentinen fahren, konnten Coyoten beobachten und haben die nicht-endenden Straßen genossen.

Die Unterkunft für die Nacht war in Mammoth Lakes und das dauert ein Weilchen bis man dort ankommt. Wir hatten aber genug Kekse, Donuts und Wasser dabei – also ich war zufrieden 😀 Und der Ron wollte ja nicht hören, denn ich habe am Vorabend im Walmart noch gemeint: „Schatz, die eine Packung Chips reicht dir doch eh nicht, kauf gleich zwei.“ “ Nee, so gierig bin ich nicht“…. Aha! 😀

Nach einer Nacht in einem ganz süssen Motel bei Mammoth Lakes sind wir dann Richtung Yosemite Park aufgebrochen – da es noch keine Winterzeit war, konnten wir den Tioga Pass entlang fahren.
Am Vortag in der Wüste – am tiefsten Punkt Amerikas – und heute schon in den Bergen am Glacier Point. Wahnsinn wie kontrastreich und vielfältig Kalifornien ist. Es ist traumhaft! Aber seht selbst…
Hier kommt unser Reisebilderbuch Teil I – fotografiert haben wir mit einer Canon 5D Mark 3 und einer Gopro Hero4.

In Teil II werden wir dann San Francisco unsicher machen 🙂 … seid gespannt.

 

DCIM100GOPROGOPR1118.

  • Hallo Jessica und Ron,

    sehr schöne Fotos die ihr da gemacht habt, dass erinnert mich und meine Frau an unsere Flitterwochen. Wir hatten uns auch für den Roadtrip (Las Vegas, Death Valley, Yoes…., San Francisco, ….) entschieden und die drei Wochen (15.09 – 5.10.15) genossen.

    Bin auf jedenfall auf die weiteren Teile gespannt.

    Bis bald…
    Andreas

    PS: Meine Webseite geht erst in ein paar Tagen online. 😉ReplyCancel

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